
Die Lyrik der Weite - Keith Jarrett piano, Jan Garbarek soprano and tenor saxophones, Charlie Haden bass, die musikalische geigenbetonte Raumfülle von dem Radio Symphony Orchestra, Stuttgart. Drei wunderbare Passagen durch die eher klassische als jazzige Musiklandschaft. Der Hörer wird eingebettet in diesen Raum, mitgenommen, eher getragen von den drei bravourösen Stücken (Runes, Solara March und Mirrors), die eine Entspannung bringen, vielleicht sogar eher Entspannheit voraussetzen, um in die Tiefen eintauchen zu können. Gerade Mirrors lässt ein unendlich gesponnenes Band vermuten, eine nie endende Reise im Kopf fordert gekonnt, sich der Geduld und Ruhe anheim zu geben. 53 Minuten einer sphärischen Entführung werden Sie hören, und Sie sind dabei. Wunderbar.
Ruhevolles Crossover - Arbour Zena aus dem Jahr 1976 ist ein Crossover-Projekt von Keith Jarrett, das Jazz und Klassik zu einer Synthese verbindet. Die Streicher des Stuttgarter Radio-Sinfonie-Orchesters liefern den klassischen Klangteppich bei. Darüber improvisieren Keith Jarrett (Piano), Jan Garbarek (Saxofone) und Charlie Haden (Bass) in sehr überzeugender Weise. Das Resultat ist eine schöne, lyrische, meditative, zum Träumen einladende Klanglandschaft. Erst gegen Ende der insgesamt 53 Minuten fällt die CD etwas ab (darum 4 Sterne).
Eine Musik die zum Träumen einlädt! - Es ist genau die richtige Musik, um nach einem anstrengenden Arbeitstag völlig abzuschalten und sich in leichte Traumhöhen versetzten zu lassen. Ein Kleinod der Zusammenarbeit von Keith Jarrett und Jan Garbarek.