
langweilig - uninspiriert - Als großer Bewunderer Joni Mitchells und auch teilweise Herbie Hancocks (man höre z.B. Gershwin s World - überirdisch) bin ich von diesem Album nicht nur maßlos enttäuscht, sondern richtig verärgert. Das Schlimsmte ist wirklich, wie schon einige Vorkritiker bemerken, es klingt alles gleich, hat alles die gleiche Stimmung, plätschert vor sich hin. Es gibt tolle Momente, aber auf Dauer ist es nur ermüdend. Manche Stücke sind mir auch zu überladen, die innere Spannung ist weg, weil zuviel rumgeklimpert wird. Und dann, ganz am Ende - sozusagen kurz vor dem wegdämmern, da groovt es plötzlich, klingt es anders, neu, spannend - für ein paar Minuten, und das wars! Und ich denke nur: was wäre hier möglich gewesen! Schade um die großartigen Musiker und Sänger/Innen und die wunderbaren Songs. P.S. Was bitte haben Solitude und Nefertiti auf diesem Album zu suchen? Noch dazu in tausendmal gehörter Art und Weise!
Vorsicht - Aufgepasst: das ist sicher nicht das, was man von der Headhunters, future to future o. Ä. kennt. Das Album ist sehr getragen, eher träge und die meisten Songs klingen ähnlich, wenn nicht gleich. Meine Kumpels und ich verstehen die guten Kritiken, die dieses Album bekommen hat allesamt nicht. Das line up ist erstklassik, nur: wer z. B. einen so gelangweilt spielenden Vinnie Colaiuta am drum set schon mal erlebt hat hebe die Hand. Weil anspruchsfrei und Einheitsbrei: null Punkte. weil ich es nicht wage mich SO aus dem Fenster zu lehnen oder glaube, die Musik am Ende vielleicht wirlich nicht verstanden zu haben: 2 (vorsichtige und mitläuferische) Punkte
Meisterlich - Herbie Hancock als reifer Arrangeur und frei gespeilter Tastenkünstler, Wayne Shorter als empfindungsreicher Saxophonist, Dave Holland, so relaxed,tief und melodiös wie zuvor nur der zu früh verstorbene Scott LaFaro. Das alles ist brilliant und macht Freude. Die Gesansstimmen, so finde ich, muß man sich erhören. Joni Mitchel wird in ihrer meiserlichen Frasierung nur durch Tina Turmer erreicht. Joni Mitchells Songs sind auf dieser CD mit einem weichen und reifen Glanz versehen, lebenserfahren und liebend, durch die jüngeren Ladies zum teil nicht ganz durchdrungen. Schade, daß das booklet so schwach ausgelegt ist, zB ohne Texte. Trotzdem: Ein Meilenstein!
Neuer Standard! - nie wurde in der vergangenheit ein gesangalbum mit solchem künstlerischen verve umgesetzt wie dieses.hancock und seine mitmusiker allen voran wayne shorter erzeugen eine musikalische songdichte die ihresgleichen sucht.man hat den eindruck, als würde eine gemeinsame meditation das ganze werk begleiten, so subtil-einfühlend und musikalisch einmalig agieren die musiker.die musik kommt so unglaublich modern und leicht daher,typisch hancock eben.ein meilenstein in der songbegleitung und maßstab für spätere alben dieses genre.
Tolle Idee, aber es geht noch besser - Sehr gefreut habe ich mich auf dieses neue Werk von Hancock - versprechen doch insbesondere auch die gewählten Mitmusiker wie Norah Jones Qualität und Stil. Diese wird auf auch erfüllt, es wäre nur noch etwas krachender gegangen. Ich vermisse etwas die absolute Genialität anderer Alben. Aber natürlich handelt es sich auch bei River: the Joni Letters um ein tolles Album!